Welche stromverteilereinheit (PDU) wählen?

Es werden hier Details betreffend Bauart von Stromverteilereinheiten (PDUs), von Arten von Steckern und Steckdosen – E, F (Schuko), C14, C13, IEC60309 erläutert. Strombelastbarkeit von PDUs. 

Ähnlich wie bei einem Serverschrank, auch eine PDU scheint auf den ersten Blick ein eher einfaches Produkt zu sein. Dennoch kann die Wahl einer passenden PDU aufgrund von zahlreichen Möglichkeiten recht schwierig sein. Unser Ratgeber hilft Ihnen sich mit maßgebenden Merkmalen von PDUs, wie Einbauart in einem Serverschrank, Buchsetypen, Kabelstärke sowie Strombelastbarkeit vertraut zu machen. Denn all diese Merkmale sind für die Wahl einer passenden PDU ausschlaggebend.

Einbauart

Theoretisch gesehen, weist die Bezeichnung PDU darauf hin, dass sie an Rack-Schienen in einem Serverschrank eingebaut werden. Sie dienen dazu, Geräte, die mit Rackstandard kompatibel sind, in Schränken und in Gestellen, insbesondere von 19”, einzubauen. Die Anordnung von Befestigungslöchern in solchen Schienen ist genormt, wie auch die Maße von Geräten, die daran montiert werden. Bei PDUs hat die Bezeichnung eine weitere Bedeutung, denn sie bezieht sich auch auf vertikale PDUs, die oft auf eine andere Weise montiert werden. 

Obrazek ilustrujący sposób montażu listwy zasilającej

Angesichts der Einbauart sind grundsätzlich zwei Typen von PDUs zu unterscheiden:

  • Horizontalleiste  – eine Leiste, die an Rackschienen montiert wird, genormt also universell; sie kann in einem beliebigen Schrank gem. Rackstandard eingebaut werden. Aufgrund der Begrenzung der Breite, um den Standardanforderungen zu genügen, verfügen diese Leisten üblicherweise über 6 bis 8 Steckdosen.
  • Vertikalleiste  – in diesem Fall kann die Anzahl von Steckdosen wesentlich größer sein, sogar 28 Stck. Es ist auch die Leistenlänge zu berücksichtigen - sie muss an die Schrankhöhe angepasst werden und es nicht möglich, eine zu lange bzw. zu kurze Leiste einzubauen. Die Befestigungsart hängt von der jeweiligen Schrankserie ab. Deshalb lassen Sie sich vor dem Kauf durch unseren Fachhändler beraten, ob eine Vertikalleiste in dem jeweiligen Schrank auf solch eine Weise eingebaut werden kann, dass sie mit anderen einzubauenden Geräten nicht kollidiert. Die Vertikalleisten werden gewöhnlich in Schränken mit einer Breite von 800 mm eingebaut; bei Schränken mit einer Breite von 600 mm würde die Leiste die Rackschienen überdecken.

Die Wahl zwischen einer horizontalen und vertikalen Leiste wird üblicherweise durch die Anzahl von einzubauenden Geräten determiniert. Es ist zu beachten, dass die Vertikalleisten ausschließlich für größere Schränke erhältlich sind.  Bei kleineren Schränken, wie z.B. Wandschränke, ist der Einbau gar nicht möglich, weil sie einfach zu lang sind. Sollte in kleineren Schränken eine größere Anzahl von Geräten eingebaut werden, so kann parallel eine zweite Horizontalleiste montiert werden.

Strombelastbarkeit

Bevor die Frage von verschiedenen Typen von Steckern und Steckdosen, welche bei PDUs eingesetzt werden, angesprochen wird, muss zuerst die Strombelastbarkeit, auch (max.) Nennstrom genannt, erwähnt werden. Es handelt sich dabei um einen oft unterschätzten aber zugleich ausschlaggebenden Parameter von PDUs. Auch wenn man kein Elektrofachkraft ist, ist doch für jeden offensichtlich, dass elektrische Vorrichtungen im Betrieb eine bestimmte Strommenge von dem Stromnetz, an welches sie angeschlossen sind, entnehmen. Nicht jeder weiß aber, dass jeder Stromkreis in einem Gebäude für einen maximalem Strom ausgelegt ist. Genauso sieht es bei PDUs aus, und eigentlich bei jedem ihrer Bestandteile. Sowohl die Wahl von einer Steckdose, einem Stecker als auch die Stärke des Anschlusskabels sind für die max. zulässige Strombelastbarkeit maßgebend. Dies hängt unmittelbar mit der Gebrauchssicherheit zusammen.
 

Um die Anlage absolut betriebssicher betreiben zu können, darf die Stromentnahme den Nennstrom nicht überschreiten!

Was muss man bedenken?

Bei Horizontalleisten sind in dem Programm von PDUs LINKBASIC verschiedene Varianten für den Nennstrom 10A und 16A erhältlich. Dadurch wird es möglich, Geräte mit einer Gesamtleistung von entsprechend 2500 W und 4000 W anzuschließen.

Bei Vertikalleisten sind es ausschließlich Varianten mit einer Strombelastbarkeit bis zu 16A, was den Anschluss von Geräten mit einer Leistung von bis zu 4000 W.

Um eine richtige Wahl zu treffen, ist es sicherzustellen, dass die Leistung, welche für die jeweilige PDU zulässig ist, nicht überschritten wird. Dazu ist die Stromentnahme durch alle angeschlossene Geräte zu addieren und mit der Nennleistung der PDU zu vergleichen.

Stecker und steckdosen

Wie bereits erwähnt, hängt die Wahl von Steckern und Steckdosen mit der Strombelastbarkeit zusammen. Es ist nicht das einzige Wahlkriterium, ausschlaggebend ist auch der Einbauort, der den Typ von Steckdosen determiniert, mit welchem die elektrische Installation in dem Gebäude ausgestattet ist. Wird die Leiste nicht direkt an das Netz angeschlossen, sondern an eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (soweit vom UPS-Hersteller zugelassen), so ist der Typ der Steckdose, mit welcher die unterbrechungsfreie Stromversorgung ausgestattet wird, mit zu berücksichtigen. 

Was bedeutet es aber in der Praxis? Der Typ der Steckdose sowie der Typ des dazu passenden Steckers sind gewöhnlich historisch bedingt. In Polen wird allgemein die Steckdose vom Typ E, anders auch französisches System genannt, verwendet. In Deutschland wird die Steckdose vom Typ F, allgemein Schuko genannt, verwendet. Diese Steckdosentypen sind in Europa überwiegend verbreitet, es gibt aber auch andere, wie z.B. Steckdose vom Typ G in Großbritannien. Die Steckdosen vom Typ E und F sind sehr ähnlich, die Form von Steckern sowie der Stiftenabstand – Null und Phase – sind identisch. Der Unterschied besteht darin, wie der PE-Leiter angeschlossen wird. Bei einer Steckdose vom Typ E ist er mit einem Bolzen beendet, und bei einer Steckdose vom Typ F mit zwei Blechfedern (siehe das Bild unten).

Gniazda i wtyki E F C13 C14 IEC60309

Im Zusammenhang damit, dass die Steckdosen vom Typ E und F sehr populär und zugleich von der Bauart her ähnlich sind, wurden Stecker vom Typ E/F entwickelt, sog. UNISCHUKO. Diese verbinden die Merkmale beider Typen.  Sie sind sowohl mit Blechfedern am Umfang des Steckers ausgestattet, um sich mit dem Schutzkreis der Schutzdose vom Typ F zu verbinden, sowie mit einer Bolzenöffnung zur korrekten Verbindung mit dem Schutzkreis der Schutzdose vom Typ E. Aus offensichtlichen Gründen sind nur die Stecker universell.

Die beiden Typen von Steckdosen und Steckern in ihrer aktuellen Ausführung lassen die Strombelastbarkeit bis zu 16 A zu. Vor einigen Dutzend Jahren war es 10 A.

In industriellen Anlagen werden Steckdosen und Stecker IEC60309 verwendet. In Abweichung von örtlichen Lösungen, die in Büros oder zu Hause angewandt werden, ist IEC60309 ein internationaler Standard, der weltweit eingesetzt wird. Der Standard bestimmt Stecker und Steckdosen für einen breiten Anwendungsbereich, wobei es genügt zu erwähnen, dass er einen Spannungsbereich bis zu 690 V sowie einen Strombereich bis zu 125 A umfasst. Bei PDUs Linkbasic wird ein blauer 2-Phasen-Stecker, ausgelegt für eine Nennspannung 16A, verwendet. Der Vorteil für die Verwendung eines Steckers gem. dem Standard IEC60309 besteht in der Schutzklasse IP44, was bedeutet, dass er gegen Fremdkörper mit einem Durchmesser > 1,0 mm sowie gegen Spritzwasser aus beliebigem Winkel geschützt ist.

Der letzte Typ von Steckern und Steckdosen, der in PDUs verwendet wird, sind Steckverbindungen vom Typ C14 und C13. Dies sind kompatible (koppelbare) Buchsen (C14) und Stecker (C13). Sie sind bei Hardwaregeräten weit verbreitet, z.B. bei Rechner- und Servernetzteilen sowie bei unterbrechungsfreien Stromversorgungen. Die zulässige Strombelastbarkeit beträgt 10A. Ihr Vorteil sind geringe Maße.

Kabelstärke

Dieses Merkmal der PDU hängt auch mit der Strombelastbarkeit zusammen. Die Kabelquerschnitte müssen den Anforderungen anerkannter Normen entsprechen. Ihre Wahl richtet sich nach dem Nennstrom sowie nach der Länge des Kabels selbst. Bei der Wahl einer PDU hat man grundsätzlich keinen Einfluss auf die Stärke des Speisekabels, der vom Hersteller gewählt wird. Die Querschnitte von Leitern, mit welchen die PDUs LINKBASIC ausgestattet sind, sind optimal gewählt, so dass ein langjähriges störungsfreies Funktionieren der PDU gesichert wird.

Praxisbeispiele

Unten finden Sie zwei passende Beispiele dazu, wie man die theoretischen Information in der Praxis anwenden kann.

BEISPIEL 1

Es handelt sich um die Installation von Standard-Netzwerkgeräten in einer Fabrikhalle mit Industrieinstallation. Standort: Polska.

Um einen Anschluss an die Industrieinstallation herzustellen, die gem. den Anforderungen des Standards IEC60309 ausgeführt ist, ist eine PDU benötigt, die mit einem Stecker ausgestattet ist, der mit dem o.a. Standard kompatibel ist. Was aber die Netzwerkgeräte betrifft, so sind ihre Anschlusskabel meistens mit Steckern vom Typ E ausgestattet, was für das Gebiet Polens typisch ist.

In unserem Angebot on-line „PDUs Rack-19” finden Sie zwei Varianten, die die Anforderungen erfüllen:

eine PDU mit 16 Steckdosen:

 LISTWA ZASILAJĄCA PIONOWA 16 GNIAZD E WTYK IEC60309 LISTWA ZASILAJĄCA PIONOWA 16 GNIAZD E WTYK IEC60309

sowie eine PDU mit 24 Steckdosen:

 LISTWA ZASILAJĄCA PIONOWA 16 GNIAZD E WTYK IEC60309

Beide Varianten werden senkrecht eingebaut, sie bedürfen also eines entsprechend großen Serverschrankes.

BEISPIEL 2

Es handelt sich um die Installation von einem Server sowie von einem Switch in einem Serverschrank 22U in einem Büroraum in Polen. Der Server und der Switch werden über eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (UPS) mit einer Steckdose C13 versorgt.

Der Server und die Netzwerkgeräte sind gewöhnlich mit Kabeln mit einem Stecker vom Typ E (bzw. E/F) ausgestattet. Es wird also eine PDU mit Steckdosen vom Typ E benötigt. Was aber den Stecker betrifft, so ist mit der Steckdose C13 der Stecker C14 kompatibel. In diesem Fall ist also eine PDU mit solch einem Stecker zu verwenden.

Nach der Prüfung unseres Angebotes finden wir eine passende Variante: 

LISTWA ZASILAJĄCA RACK 19" POZIOMA 6 GNIAZD E WTYK C14

eine Horizontalleiste, deswegen kann sie problemlos in einem kleinen Schrank eingebaut werden.

Wir hoffen, die obigen Tipps und Hinweisen helfen Ihnen, eine passende PDU zu wählen. Lassen Sie sich von dem umfangreichen Angebot der Fa. LINKBASIC diesbezüglich überzeugen!

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